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Eine der unerfreulichsten OPs beim Tierarzt…

Veröffentlicht am 18.12.2015, 14:47

ist das Entfernen eines Auges bei einem Tier. Ist es doch der “Spiegel der Seele”.

In diesem Fall hatte sich aufgrund eines Zahnproblems – der letzte Backenzahn im Oberkiefer war locker – eine Eiterblase gebildet, die nun das Auge aus der Augenhöhle drückte. Dies ist nicht nur ein sehr schmerzhafter Prozeß, es kommt auch zu einer Schädigung des Auges an sich ( es trocknet auf der Oberfläche aus), sondern auch am Sehnerv – dieser wird überdehnt und ist dann häufig nicht mehr funktional.

Nachdem also der schadhafte Zahn entfernt worden war und der Abszeß über die Maulhöhle nicht abgelassen werden konnte, musste das Auge entfernt werden.

Während der OP konnte dann der Abszeß eingesehen und eröffnet werden. Über 2,5 ml stinkenden Eiters konnten entfernt werden. Nach gründlichem Spülen und Kürettieren der Eiterkapsel, konnte die Wunde verschlossen werden.

Dem Tier geht es heute sehr gut!

Ein dickes Ding….

Veröffentlicht am 18.09.2015, 13:14

Baby, eine Bordeaudogge von 5 Jahren wurde uns vorgestern vorgestellt. Er hatte seit Wochen Probleme mit dem Kotabsatz. Der Besitzer suchte uns nach mehreren Tierarzt-  und Klinikbesuchen völlig verzweifelt auf. Seit einigen Tagen konnte Baby nur noch unter extremen Schmerzen Kot absetzen und es war immer mehr oder weniger Blut dabei. Sowohl frisches, als auch Blut aus höher gelegenen Darmteilen (Kot schwarz). Der Besitzer sah sich inzwischen gezwungen teilweise den Enddarmbereich wieder eindrücken zu müssen, nachdem Baby ihn beim Versuch Kot abzusetzen herausgedrückt hatte. Dies ging nur unter äußersten Schmerzen für den Hund.

Wie nahmen Blut und es stellte sich heraus, das Baby eine schwere Entzündung hatte und einen deutlichen Blutverlust. Der Verlust über den Kot allein konnte hier nicht die Ursache sein. Wir vereinbarten einen Termin am Folgetag. Baby wurde in Narkose gelegt und durchgeröngt und durchgeschallt. Es zeigte sich eine imposante Masse im mittleren Bauch und eine zweite, deutlich kleinere Masse, vor dem knöchernen Becken. Lunge, Leber und Milz sowie die Lymphknoten waren unauffällig.

Nach diesen Befunden entschlossen wir uns für die Operation. Während der Operation fand sich dann ein sehr grosser Lyphnotentumor (10 x 17 cm gross, 740 g schwer), der den Dickdarm teilweise umschloss. Die Darmwand war verändert und deutlich dünner als normal. Dieser Bereich wurde entfernt und die entstandenen Darmteile miteinander verbunden. Danach erfolgte noch die Entfernung der Veränderungen am Anus. Baby hatte dort vier unterschiedlich Große Gewächse, die sich gut mit dem Laser entfernen liessen.

Heute war Baby zur Infusion da. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut. Er hat heute morgen das erste Mal seit Wochen Kot ohne Schmerzen und Anstrengungen abgesetzt und es war kein Blut dabei! Wir hoffen es geht weiter so bergauf, die Ergebnisse der Gewebeuntersuchung stehen noch aus.

Vollgestopft….

Veröffentlicht am 23.02.2015, 12:34

war dieser Kater, der uns Samstag vorgestellt wurde. Trotz regelmässiger Gabe absatzfördernder Medikamente war es zur völligen Verstopfung gekommen. Aufgrund der Kotmassen wurde die Harnröhre abgedrückt und nun konnte auch die Blase nicht mehr entleert werden….

In Narkose haben wir dann zunächst einen Katheter geschoben und die massiv gefüllte Blase entleert (200 ml!), danach wurde mit warmer Kochsalzlösung der Kot im Darm aufgeweicht, zerlegt und dann Stück für Stück entfernt.