Es gibt auch Katzenklingonen….

…der Anruf kam am Wochenende….die Katze habe eine “dicke Backe”…soweit, so gut. Am Montag dann – der Besitzer hatte mit Schmerzmitteln das Wochenende überbrückt – zeigte sich das ganze Drama. Der Kopf der Katze war im Bereich des Nasenrückens (wie bei einem Klingonen) und im Bereich der linken Wange massiv geschwollen, das Auge fast zugedrückt. Nasenausfluss gab es nicht….trotzdem fertigten wir eine Röntgenaufnahme vom Kopf, um zu prüfen, ob die Stirn- und Nebenhöhlen frei wären. Auf dem Röntgen konnte dies als beschwerdefrei diagnostiziert werden. Die Zähne jedoch waren in einem desolaten Zustand, interessanter Weise jedoch die Zähne der Gegenseite (wo KEINE Schwellung war) mehr, als die “betroffene” Seite. Wie Schwellungen fühlten sich teigig, weich an und wurden eröffnet. Grosse Mengen blutigen Eiters konnten entleert werden. Dann wurden alle Zähne die nicht in Ordnung waren (9 Stk.) gezogen…das erscheint zunächst viel, da die Katze jedoch völlig unkooperativ ist und die Zähne alle schon Schäden durch FORL aufwiesen, war dies die einzig sinnvolle Methode, den Zustand zu beheben. Heute zeigt sich die Katze schon wieder mit “normaler” Kopfform….es ist immer erstaunlich, wie schnell Tiere sich auch von mittelschweren-schweren Eingriffen erholen.

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