Eine der unerfreulichsten OPs beim Tierarzt…

ist das Entfernen eines Auges bei einem Tier. Ist es doch der “Spiegel der Seele”.

In diesem Fall hatte sich aufgrund eines Zahnproblems – der letzte Backenzahn im Oberkiefer war locker – eine Eiterblase gebildet, die nun das Auge aus der Augenhöhle drückte. Dies ist nicht nur ein sehr schmerzhafter Prozeß, es kommt auch zu einer Schädigung des Auges an sich ( es trocknet auf der Oberfläche aus), sondern auch am Sehnerv – dieser wird überdehnt und ist dann häufig nicht mehr funktional.

Nachdem also der schadhafte Zahn entfernt worden war und der Abszeß über die Maulhöhle nicht abgelassen werden konnte, musste das Auge entfernt werden.

Während der OP konnte dann der Abszeß eingesehen und eröffnet werden. Über 2,5 ml stinkenden Eiters konnten entfernt werden. Nach gründlichem Spülen und Kürettieren der Eiterkapsel, konnte die Wunde verschlossen werden.

Dem Tier geht es heute sehr gut!

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